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Die Mistel

Viscum Album L.

grobstoffliche Essenz:

Die Mistel wird der Familie der Sandelholzgewächse zugeordnet und lebt parasitär auf Bäumen.

 

Mistel wird vom Wort Mist oder Dung abgeleitet. Das rührt daher, weil die Samen der Mistel, teilweise über Vogelkot verteilt und  dadurch auf die Rinde der Bäume, aufgebracht werden. 

Sie kommen auf Laub und Nadelbäumen vor, aber dies ist von Gegend zu Gegend verschieden.

Bei uns  findet man sie zumeist, auf Apfelbäumen, manchmal auch auf Birnbäumen, aber ich habe sie auch schon auf  Pappeln und Birken gesehen.

 

Misteln auf Eichenbäumen tragen der Überlieferung nach, die grösste Kraft. 

Beim ernten von Misteln, soll man darauf achten, das es zu keiner Bodenberührung kommt um die Heiligkeit der Pflanzenkraft,  nicht zu verunreinigen. 

 

Die Mistel ist ein Halbschmarotzer und ernährt sich von der Kraft des jeweiligen Baumes, auf dem sie lebt und ist dann, von dessen Energie mitgefärbt.

 Der Baum und die Mistel gehen im besten Falle, eine harmonische Symbiose ein und bereichern einander.

 

Wenn ein Baum krank ist und zuwenig Lebenssaft hat, oder zu viele MIsteln seine Krone besiedeln, kann es schon möglich sein, das es dem Baum zuviel wird. 

Dies kann sich so ausdrücken, das der Baum weniger Obst trägt oder im schlimmsten Fall abstirbt. 

Die schleimigen Beeren der Mistel sind für uns Menschen giftig, aber die Blätter und der Stängel stehen uns, mit ihrer Kraft zur Verfügung. 

 

Von der traditionellen chinesischen Medizin her, beruhigt die Kraft der Mistel unseren Geist, klärt innerliche Hitze, die in Bezug zur Leber oder zum Herzen steht, stärkt dadurch das Herz und Nieren Yin. Sie bringt Bewegung in Stagnationen ,die durch Schleim entstanden sind. 

Die Mistel wird in der Naturheilkunde, begleitend zu Krebstherapien verwendet.

 

Eine sehr heilige und wundersame Pflanze, deren Kräfte noch immer erforscht werden.

 

 

Ich verwende die Mistel gerne in Tee Form, den ich kalt ansetze. Dadurch werden  nur ihre , für uns verträglichen, Inhaltsstoffe, gelöst. 

Zubereitung:

 Die Blätter und Stängel werden klein geschnitten und mit kaltem Wasser übergossen. Man lässt dies ungefähr 12 Stunden ziehen , seiht es dann ab , erwärmt die Flüssigkeit nur leicht und trinkt den Auszug. dann in kleinen Schlucken.

 Es ist auch möglich den Kaltauszug, in einen fertig zubereiteten Tee einzurühren,.

 Von der Menge her, nehme ich ungefähr ein Teelöffel,  auf eine Tasse Wasser.

 

Ich weiß das die Mistel auch in Teemischungen käuflich zu erwerben ist, aber ich persönlich, ziehe die Mistel immer im Vorfeld , einzeln, kalt aus und mische sie erst dann in meinen fertig zubereiteten Tee. 


feinstoffliche Essenz:

Die Mistel ist eine sehr heilige Pflanze, die schon die Kelten sehr verehrten. Ich werde nicht genauer auf dies eingehen, man findet im Internet und in Büchern, rund um ihre Kräfte, sehr viele Geschichten und Sagen. 

 

Für mich persönlich hat die Mistel, natürlich auch etwas sehr mystisches und geheimnisvolles.

 

Sie bildet ihre Früchte in der dunklen Zeit aus, und steht dadurch im Widerspruch zum natürlichen Wachstums und Reifungsprozess in der Natur und dem Jahreskreislauf und dies ist ob ihrer feinstofflichen Wirkweise von großer Bedeutung. 

 

Zur Wintersonnenwende trägt sie die höchste Kraft, und ist in der Tiefe mit der Dunkelheit und dem der darin enthaltenen Sonne verbunden. Sie vereint  - vereinigt Widerspruch. 

 

Eine Geschichte besagt, das die Druiden die Mistel, mit einer goldenen Sichel ernteten und dies ergibt für mich, einen tieferen Sinn.

 

Die Mistel verbindet sich über die Kraft der Bäume mit der Erde, ohne diese  zu berühren. Sie thront hoch oben in der Krone, und nimmt die Strahlen des Kosmos in sich auf . Ihre Frucht schaut der Mondin sehr ähnlich, ist aber auch mit der Sonne sehr verbunden. Ihre Blätter sind lederartig und ihre Zweiglein sehr sperrig, fast wie kleine Antennen, an denen die Blätter sitzen und empfangen. 

Die  Beere schimmert weißgold und ist die Frucht ihrer  Bemühungen, die um die  Wintersonnenwende ihren Abschluss und Neubeginn findet.

 

Sie schimmert wie ein Schatz, im Licht der Mondin und erinnert uns, an unseren eigenen Schatz ,unser inneres Gold, das wir nur finden können, wenn wir unsere Schatten, unsere Dunkelheit liebevoll integrieren.

 

Ich spüre ihren Rauch, als sehr ausgleichend.  Spannungen können sich abbauen, so mancher quälende Schatten, wird endlich wahrgenommen und nicht mehr abgespalten, sondern aus einem sehr mitfühlenden Herzen heraus, integriert. 

 

So kann unser innerer Fluss wieder sehr natürlich und harmonisch fließen. .

 


TIPP: Sie ist ein sehr guter Begleiter in Schwellenzeiten. 

Ich verwende sie vorwiegend in der Raunachtszeit, um Schatten, die um unser Haus oder durchs Haus streifen und nicht zu uns gehören, aufzunehmen.  

Ich bündle kleine Büschel und hänge sie im Haus auf. 

Nach den Raunächten übergebe ich die Misteln, dem Feuer, um die  von ihr aufgenommenen Schatten, zu transformieren und zu wandeln.

 

Ich beobachte beim verbrennen, immer den Rauch und um so schwärzer und dunkler er ist, umso mehr haben die heiligen Misteln aufgenommen.

 

Es ist jedes Jahr anders und sehr interessant zu beobachten. 

 

Sie begleitet aber auch sehr gut zu Samhain oder in Traumreisen, um sein Krafttier zu finden. 

 


lose Mistel Blätter vom Apfelbaum, geerntet ohne Bodenberührung:


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Autorenprofil:

Elfi Spiegel von RäucherZeit, schreibt in ihrem Blog,

 über die Magie des Räucherns, die Zusammenhänge mit den Jahreskreisläufen, den Mondständen, Pflanzenkräften und ihre Wirkweise auf unseren Körper, Geist und Seele.

 

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